Papaver-Somniferum
(Opium Pflanze) in Chiang Mai
Das Opium stammt aus der Mittelmeerregion und kam zuerst durch arabische Händler um das 7. Jahrhundert herum in den
Osten. Es kam nach Thailand durch Bergvölker die von Yunnan aus südwärts abwanderten, wo der Opiumanbau
gefördert worden war um die britische Kontrolle über den Handel im 19. Jahrhundert zu stoppen.
Zwar wurde der Opiumhandel
im Siam des späten 19. Jahrhunderts durch ein königliches Monopol kontrolliert und war eine nützliche
Einkommensquelle, es wurde aber nie offiziell genehmigt. In 1959 wurde Schlafmohnanbau in Thailand verboten, aber bis
1967 produzierte Thailand noch 145 Tonnen jährlich wegen des korrumpierenden Einflusses des Vietnamkriegs.
Verstärkte westliche Bemühungen die Drogenepidemie zu stoppen resultierten in dem "cash crop substitute program". In
1995 wurde die Opiumproduktion in Thailand auf nur noch 17 Tonnen geschätzt. Jedoch sind die Kosten des
Opiumausrottungsprogramms sehr hoch. Opium Süchtige stiegen auf Heroin um und HIV folgte dem Gebrauch der Nadel.
Giftige Verunreinigungen durch umfangreichen Gebrauch von Schädlingsbekämpfungsmitteln sind weit verbreitet. Schlimmer
noch ist die Tatsache, dass die Opiumproduktion hinter den Grenzen Thailands praktisch außer Kontrolle ist.
Die Thai Regierung bleibt entschlossen, großflächigen Opiumanbau innerhalb seiner Grenzen zu verhindern, und die 3.
Armee zerstört jedes Jahr die Plantagen. Das Gesetz von 1959 verbietet nicht nur Opium sonder auch alle anderen
Betäubungsmittel. Die Strafen für den Besitz von auch nur kleinen Mengen Heroin sind sehr hart - eine
Tatsache die viele Ausländer zu ihrem eigenen Risiko ignorieren!
Die Schlafmohnanbauer sind
Hmong, Yao, Lahu und Lisu. Die Pflanze mag Höhen über 850 Metern nahe Kalksteinfelsen oder unter
Klippen. Die Felder werden am Anfang der heißen Jahreszeit (März) freigemacht und abgebrannt. Dann wird ein schnell
wachsendes Getreide wie Mais ausgesät. Der Schlafmohn wird im September ausgesät und im November ausgedünnt.
Zusätzlich wird zwischen dem Schlafmohn Gemüse angepflanzt um dem Boden Mineralien zuzuführen sowie zur Ergänzung
ihrer Nahrung. Sie helfen auch die Opiumpflanzen zu verstecken.
Im Januar wird das Gemüse geerntet und der Mohn fängt an zu blühen. Wenn die Blütenblätter von den Schoten abfallen
ritzen die Bauern sie an damit das Harz heraus läuft und auf Oberfläche trocknet. Das klebrige erstarrte Opium wird
einen Tag später abgekratzt.
Der Erlös vom Verkauf des Opiums ist für Bergvolk Bauern immer noch wichtig. Traditionsgemäß nutzen sie die Droge
selbst hauptsächlich für medizinische Zwecke.
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